Schon seit geraumer Zeit – mindestens jedoch nach der kollektiven Wahrnehmung der Auswirkungen des Informationszeitalters – findet eine Wertediskussion innerhalb der breiten Öffentlichkeit statt. Seit dem wachsenden Umweltbewusstsein und der jüngsten globalen Finanzkrise hat sie jedoch eine neue Dimension erreicht. Etablierte Werte werden in Frage gestellt und neu „geratet“. Beschäftigen wir uns doch ein wenig tiefgründiger mit der Welt der Werte und der darin beinhaltenden Magie.
Das Kurzwort "Werte" ist ein heute gebräuchliches Synonym für "Wertvorstellungen". Es handelt sich hierbei um erstrebenswerte und subjektiv moralisch als gut befundene Eigenschaften, Qualitäten oder Glaubenssätze.
Aus etablierten (unbewussten und bewussten) Werten resultieren Denkmuster, Handlungsmuster und meist auch Charaktereigenschaften.
Werte werden je nach den Ebenen der Existenz und des Bewusstseins objektiv sowie subjektiv unterschiedlich definiert - sowie zusätzlich auf den Ebenen Sein, Tun und Haben:
Ein Wert ist (gefühlt bzw. gemessen) etwas „Gutes“ und wird vom Einzelnen entweder eingefordert oder „gelebt“ – also gespendet. Wobei diese Form des Spendens dafür sorgt, dass das Gegenüber die Neigung bekommt, Gleiches mit Gleichem zu vergelten.
Eine kulturelle Lebensgemeinschaft prägt Werte und gibt sie weiter. Daraus entstehen kollektive Rituale und individuelle Verhaltensweisen zum Schutz oder zur Weiterentwicklung der Gruppe.
Es gibt schätzungsweise 120 bewusst bekannte und benannte Werte, wovon in der heutigen Zeit und in unserem Kulturkreis nur die Hälfte davon eine konkrete Bedeutung in der täglichen Anwendung haben. Einige Beispiele:
Freundschaft, Ehrlichkeit, Loyalität, Treue, Einfühlungsvermögen, Genuss, Gesundheit, Ästhetik, Freiheit, Pünktlichkeit, Aufmerksamkeit, Verantwortung, Kontrolle (aus dem engl. "to control") Gerechtigkeit, Sympathie, usw.
Zählen wir alle Wörter für Wertvorstellungen und deren stark verwandten Synonyme so kommen wir auf über 400 Begriffe. Hier finden Sie eine Liste alle Werte und deren Synonyme >>
Je nach den erlittenen Verlusten und kulturellen Vorgaben verändern sich die Werte des Einzelnen und einer Gruppe. Wertvorstellungen resultieren aus Idealen, aber auch aus Mangelerscheinungen. Wenn etwas fehlt, das hohe Lebensqualität verhindert, dann wird es wertvoll. So hatte z.B. in Zeiten der Pest die „Gesundheit“ den größten Stellenwert und innerhalb des DDR-Regimes dürfte es „Freiheit“ gewesen sein.
Letzte Bearbeitung am 14.12.2019
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